«4 Engel für Stans!» Wir sind ein himmlisches Team
Das Hotel Engel beim Stanser Dorfplatz bleibt ein Familienbetrieb. Die neuen Pächter heissen Sandrina und Robert Keller. Mit der Unterstützung von Bruder Daniel Keller und Vater Mark Keller soll die Stanser Gastronomieszene künftig um eine Facette bereichert werden. Nebst gutbürgerlicher Küche wird auch ein Hauch von Spanien in die Speisekarte mit einfliessen.
Wie der Genossenrat Stans kürzlich beschloss, wird das Hotel Engel ab dem 1. April 2011 von Sandrina und Robert Keller weitergeführt. Das junge Gastgeberpaar aus Luzern verfügt bereits über nationale und internationale Erfahrungen in der Welt der Gastronomie. Sandrina Keller wird diese Erfahrung künftig in den Service einfliessen lassen, Robert Keller in der Küche. Das Kochhandwerk erlernte der 32-Jährige im Seehof in Davos. Sein beruflicher Werdegang führte ihn unter anderem nach Spanien und in die Dominikanische Republik. «Wir suchten die Herausforderung und wollten auswandern», gibt er gegenüber der ONZ zu verstehen. Er sei ein grosser Fischfan, die Weltmeere mit ihrer farbigen Unterwasserwelt und den dazugehörenden Bewohnern zögen ihn magisch an, meint er weiter. Die Wirtschaftskrise machte den Auswanderern aber unerwartet einen Strich durch die Rechnung.
«Eine grosse Möglichkeit»
Die Suche nach einer Herausforderung ausserhalb der Schweiz liegt bei den künftigen Pächtern des Hotels Engel biografisch begründet. Robert Keller kam in Venezuela zur Welt und verbrachte einen grossen Teil seiner Kindheit in Lateinamerika. Später folgten Aufenthalte in Jamaica und Mexiko. In die Schweiz kam der leidenschaftliche Koch im Alter von acht Jahren. Diese Einflüsse werden sich bestimmt in der künftigen Engel-Küche bemerkbar machen, etwa in der Form von Fingerfood-Spezialitäten wie Tapas. Die Küche der Gaststube soll aber bürgerlich bleiben, betont der junge Gastwirt. «Wir sind hoch erfreut und motiviert, den Engel übernehmen zu dürfen; es ist eine grosse Möglichkeit für uns». Gross auch deshalb, weil das Hotel mit seiner Saalinfrastruktur die gastronomisch grösste Einheit in Stans bildet. Man beabsichtige deshalb auch verstärkt mit den ansässigen Vereinen zusammenzuarbeiten, so Keller. Der Engelverwalter Andreas Businger zeigt sich von den neuen Pächtern angetan. «Wir wollten einen richtigen Familienbetrieb und haben einen bekommen», so Businger.
Eingespieltes Team
Unterstützt wird das Ehepaar von Bruder Daniel Keller – Absolvent der Hotelfachschule Luzern – und Vater Mark Keller. Letzterer will im Hintergrund walten und seine berufliche Erfahrung und Kenntnisse der Nidwaldner Gastronomieszene mit einbringen. Denn Mark Keller ist vom Fach und war bis 1992 Direktor des Belvédère in Hergiswil. Nachdem er die letzten 15 Jahre in Spanien lebte, wolle er nun seinen beiden Söhnen helfen etwas aufzubauen, gibt er gegenüber dieser Zeitung zu verstehen. Die Familie Keller ist ein eingespieltes Team. Es bleiben ihnen nun noch sechs Monate, um sich intensiv auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten und damit die Stanser Gastronomieszene um eine Facette zu bereichern.
Entnommen aus der ONZ (Obwalden und Nidwalden Zeitung)
«Ein Hauch von Spanien am Stanser Dorfplatz»
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